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Mrz 18

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Bitteres Ende trotz Unentschieden (D2)

Am schönen Sonntagnachmittag, passend zur Kaffee-und-Kuchen-Zeit, traf man sich bei schönstem Frühlingswetter in der (etwas weniger schönen) Ottobrunner Halle um die Gegnerinnen der dritten Damenmannschaft des TSV München Ost zu empfangen. Nach dem verlorenen Hinspiel war die Aufgabe klar: Wir wollen gewinnen!

Die Spielerinnen waren motiviert und auch die Trainer (der eine etwas heiser, Handicap aber kein Hindernis), gaben bereits beim Teamruf alles! An dieser Stelle auch gleich mal vielen lieben Dank an Helena, die nach Verletzung von Heide unser Tor erneut sauber hielt und auch an Julia, die uns ausgeholfen hat.

Der erste Ottobrunner Angriff endete direkt mit einem erkämpften 7-Meter, der jedoch auch gleich verworfen wurde. Doch auch der Gegner kam schwer ins Spiel. Die Ottobrunner Damen zeigten eine gute Abwehr und provozierten so Fehlpässe. Nach 4 Spielminuten setzte sich Lydia stark durch und erzielte das lang erwartete 1:0. Die Abwehr blieb weiter standhaft und im Angriff waren ein paar schöne Spielzüge zu sehen. Leider klappte es mit dem Treffen des Torinneren nicht so gut und der Gegner konnte ausgleichen und sich sogar mit 2 Toren in Führung spielen. Durch gute Aktionen und einen Gegenstoßtreffer wurde der Ausgleich von Ottobrunner Seite erzielt (4:4 nach 13 Minuten). Besonders torreiche Spiele finden in Ottobrunn eher selten statt und auch dieses schien keins davon zu werden. Mit einem weiteren schönen Gegenstoßtreffer nach Traumpass von Heli, konnte Kornelia nach 25 Minuten die Führung erzielen (6:5), nach zwei unnötigen Toren der Gegnerinnen musste man jedoch mit einem Tor Rückstand in die Halbzeitpause gehen (6:7). Im Hinspiel stand es hier 8:4 für die Gegnerinnen und so war man dennoch frohen Mutes für die zweite Halbzeit.

Linksaußen Johanna Pöppel erzielt ihr erstes Tor nach sehenswertem Gegenstoß mittels Sprungwurf

Linksaußen Johanna Pöppel erzielt ihr erstes Tor nach sehenswertem Gegenstoß

Die Halbzeitpause wurde genutzt um das Spiel zu analysieren. Die Abwehr steht an sich gut, verschiebt aber nicht weit genug auf beide Seiten. Im Angriff muss mehr durchgespielt werden; klappt das Stoßen in eine Richtung noch nicht, wird zurück gestoßen. Aber das größte Manko: es wird nicht getroffen… Die Würfe müssen platzierter kommen. Und auch nach vielen, vielen Jahren Handball scheint das Thema Auswechseln immer noch viele vor Schwierigkeiten zu stellen. So muss in der Halbzeit anscheinend auch erklärt werden, wie richtig ausgewechselt wird…

Die zweite Halbzeit startete leider sehr unkonzentriert. Pässe werden nicht gefangen oder einfach direkt ins Aus geworfen und auch einige technische Fehler haben sich eingeschlichen. Nach 6 Minuten gelang jedoch der Ausgleich für Ottobrunn nach schönen Zusammenspiel zwischen Franzi und Julia und es stand 8:8. Ein spannendes Ende war zu erwarten. Doch die zweite Halbzeit blieb zunächst eher ereignis- und auch torarm. Und auch die Abwehr war nun immer wieder schläfrig. So fand sich der Gegner in der Mitte plötzlich in einer 6-Meter-Lücke wieder und bei so viel Freiheit kann auch Helena im Tor nichts mehr machen. Es steht nach wie vor unentschieden (9:9). Nach Timeout des Gegners konnten diese auch in Führung gehen (9:11). Nun sollte sich nochmal jeder voll reinhauen, das Spiel war noch nicht verloren!

Nach 7-Meter-Treffer von Maria gab es auch ein Timeout auf Ottobrunner Seite. Zeit genug für Johanna um ihr fabulöses Gegenstoßtor gedanklich bereits vorzubereiten. Johanna, es sah hochprofessionell aus und wir freuen uns alle so mit dir!! Johanna trifft zur Führung. 5 Minuten vor Spielende (13:12). Nun ist auch das Publikum aufgewacht und gibt noch einmal alles! Leider fanden die Gegner nach unnötigem Fehlpass noch einmal den Weg ins Tor und das Spiel endete unentschieden 13:13.

Das Ergebnis war nach Spielende dennoch nebensächlich, hatten sich doch kurz vor Schluss Lydia und eine Gegenspielerin beim Tempogegenstoß schwerer verletzt. Auf diesem Wege auch alles Gute an euch beide!

Es spielten:
Franziska Geiger (1), Kornelia Kovács (1), Maria Münster (5), Julia Schelle (1), Gabriella Velki, Johanna Pöppel (1), Lydia Köhler (2), Nadja Blanck, Theresia Kleehaupt (1/1), Alexandra Krommer (1), Helena Mertig (Tor).

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