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Nov 21

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1 Punkt durch grandiose Torwartleistung (H)

Die Herren des TSV Ottobrunn hatten nach einigen mäßigen Spielen nun den TuS Raubling II vor der Brust, der Ambitionen auf den Aufstieg hegt. Nachdem die Gäste das Spiel wegen Spielermangels eigentlich verschieben wollten, standen sie plötzlich mit 14 Mann in der Ottobrunner Halle. Das hat die BoomBoyz dann vor Spielbeginn nochmal zusätzlich motiviert.

Vorgabe des Trainers war, die Aggressivität der Abwehr aus der 2. Halbzeit des Spiels gegen Unterhaching mit in dieses Spiel zu transportieren. Das gelang auch sehr gut, trotz der anfänglichen Führung der Gäste mit 2:4. Doch die Ottobrunner ließen sich nicht einkriegen und kämpften sich in einer äußerst schnellen Anfangsphase ran und übernahmen bald die Führung. Dabei war Torwart Felix Apelt extrem wichtig, der mehrere Feldwürfe parierte und an dem Abend insgesamt 4 von 6 Siebenmetern halten konnte.

Doch nicht nur das Zusammenspiel zwischen Abwehr und Torhüter funktionierte gut, auch der Angriff der Gastgeber konnte sich sehen lassen. Denn er war für die Raublinger schwer auszurechnen, da man aus unterschiedlichen Positionen durch unterschiedliche Schützen Tore generieren konnte. So ging es mit einer Halbzeitführung von 14:12 in die Halbzeitpause.

Nach der Pause kam es zum gewohnten Problem der BoomBoyz: die Phase nach dem Wiederanpfiff. Schnell war der Vorsprung weggeschmolzen und es wechselte immer wieder zwischen Ottobrunner Führung und Unentschieden. Zwei leichte Ballverluste führten dann dazu, dass die Gäste die Führung übernehmen konnten. Allerdings schwankte es auch hier zwischen Führung und Unentschieden.

Neuzugang Norbert Katona setzt sich am Kreis gegen die kräftige Raublinger Abwehr durch

Neuzugang Norbert Katona setzt sich am Kreis gegen die kräftige Raublinger Abwehr durch

Ein paar Minuten vor dem Ende stand es dann 22:24 für die Raublinger und es sah nicht gut aus. Doch die Ottobrunner Herren ließen sich nicht verunsichern und spielten ihren „Stiefel“ in Ruhe weiter. So gelang dann auch der Anschlusstreffer und in der Abwehr konnten die Gegner zu Fehlern gezwungen werden. Die BoomBoyz schafften dadurch den Ausgleich und die heiße Phase begann.

Crunchtime eine Minute vor Schluss, Raubling nahm ein Team-Time-Out und es waren noch 49 Sekunden zu spielen. Kein Foul durfte mehr gemacht werden, da sonst kein Angriff seitens der BoomBoyz mehr möglich gewesen wäre. Und dann landeten die Gäste einen Fehlpass und man hatte noch 25 Sekunden auf der Uhr. Doch auch die Raublinger Abwehr stand gut und so probierte Philipp Münch noch einen letzten Versuch kurz vor Schluss durch die Abwehr zu kommen.

Er wurde gefoult und wollte schnell den Freiwurf ausführen, doch wurde beim Herauslaufen vom gegnerischen Spieler festgehalten. Da er sich loszureißen versuchte, unterbrach die Schiedsrichterin das Spiel und gab beiden Akteuren die rote Karte. Doch eigentlich wäre es ein Fall der neuen Regel gewesen und es hätte im Anschluss einen Siebenmeter geben müssen, da die Ausführung des Freiwurfs durch das Festhalten verhindert wurde. Die Schiedsrichterin war ansonsten gewohnt souverän und ist in dem schnellen Spiel ihrem roten Faden treu geblieben.

So kam es aber nur noch zu einem direkten Freiwurf, der leider nicht mehr verwandelt werden konnte. Doch auch so war es ein gewonnener Punkt gegen einen starken Gegner aus Raubling. Und wenn der Wille zum Tor und die geschlossene Leistung mit ins nächste Spiel transportiert werden, hat der SV-DJK Taufkirchen am kommenden Wochenende nichts zum Lachen.

Es spielten:
Felix Apelt (Tor), Thomas Wang (1), Danny Rühlicke, Julian Memmel, Michael Thade (1/1), Philipp Münch (5), Norbert Katona (2), Mathias Gilgen, Marvin Heinisch (3), Stefan Giehl (3), Christoph Helm, Maximilian Pöppel, David Baumann (3/1), Marcus Reese (6/3).

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